fcg - wiener lehrerInnen

Starker Beruf. Starke Vertretung.

Sonderurlaub

(Quellen: § 57 LDG (pragmatische Lehrer), § 29a VBG (vertragliche Lehrer), Erlass ER 404 vom 13.01.2012)

Dem/r Landeslehrer/in kann auf sein/ihr Ansuchen (Formular) aus wichtigen persönlichen oder  familiären Gründen, zur Fortbildung oder aus einem sonstigen besonderen Anlass  ein Sonderurlaub gewährt werden. 
Für die Zeit des Sonderurlaubes behält der/die Landeslehrer/in den Anspruch auf die  vollen Bezüge. Der Sonderurlaub darf jedoch nur dann gewährt werden, wenn keine  zwingenden dienstlichen Erfordernisse entgegenstehen und darf die dem Anlass  angemessene Dauer nicht übersteigen. 
Für die Gewährung eines solchen Sonderurlaubes, der in unmittelbarem Zusammenhang mit dem jeweiligen Anlass anzusetzen ist, werden folgende Richtlinien bekannt gegeben:


Verehelichung / Verpartnerung der Lehrerin /des Lehrers (Verehelichung muss im „Nahebereich“ des Hochzeitstermins liegen. Sonn-, Feier- und Ferientage werden nicht als Urlaubstage gerechnet)

bis zu 3 Werktagen

Tod des/der Ehegattin/Ehegatten, der eingetragenen Partnerin/des eingetragenen Partners

bis zu 3 Werktagen

Geburt eines Kindes

bis zu 3 Werktagen

Verehelichung von Geschwistern oder eigenen Kindern, silberne Hochzeit der Lehrerin/des Lehrers,  silberne oder goldene Hochzeit der Eltern

bis zu 1 Werktag

Tod von Eltern (leiblichen oder Stiefeltern), Kindern  (auch Stief- und Pflegekindern) oder von anderen Familienangehörigen die im gemeinsamen Haushalt lebten

bis zu 2 Werktagen

Tod von Geschwistern, Eltern, Schwiegereltern oder Großeltern, soweit sie nicht im gemeinsamen Haushalt lebten

bis zu 1 Werktag

Wohnungswechsel innerhalb des Dienst-/Wohnortes

bis zu 1 Werktag

Übersiedelung mit Familie anlässlich der Versetzung in einen anderen Dienstort bzw. in einen anderen Wohnort

bis zu 2 Werktagen

Prüfungsurlaub (z.B. berufsbezogene Studienabschlüsse, …)

bis zu 5 Tagen

Für Fort- und Weiterbildung

siehe dazu den Erlass ER I/ 401


Es ist aber zu beachten, dass nicht in jedem Fall das angegebene Höchstausmaß zu bewilligen ist; es werden dabei die erforderliche Zeit und die Umstände zu berücksichtigen sein. Gerechtfertigte Sonderurlaube von einem Tag können auch von der Schulleitung genehmigt werden.
Die Entscheidung über die Gewährung eines Sonderurlaubes bis zu drei Werktagen, auch aus anderen wichtigen Gründen, obliegt dem/der zuständige/n PflichtschulinspektorIn als DienststellenleiterIn.Ein Antrag mit einem höheren als den vorliegenden Richtlinien entsprechendem Ausmaß ist im Dienstweg dem Stadtschulrat für Wien vorzulegen, der im Einzelfall entscheidet (Mitwirkungsrecht des Dienststellenausschusses gemäß § 9 PVG bei Gewährung von Sonderurlaub in der Dauer von mehr als drei Tagen!).