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Kinderbetreuungsgeld Neu

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Grundlegend  ist zu beachten, dass die Begriffe Kinderbetreuungsgeld und Karenz nicht zu vermischen sind! Diese müssen getrennt voneinander betrachtet werden. Karenz ist die arbeitsrechtliche Freistellung für unselbständig erwerbstätige Eltern. Laut MSchG §15 bzw. VKG §2 haben die Eltern das Recht, bis zum 2. Geburtstag ihres Kindes die Karenz in Anspruch zu nehmen. Die Dauer dieser dienstrechtlichen Karenz muss sich nicht mit der Bezugslänge des Kinderbetreuungsgeldes decken.

Für die Betreuung von Kindern, die seit 1.3.2017 geboren werden, stehen die Bezugsvarianten Kinderbetreuungsgeldkonto (ersetzt die Pauschalvarianten)  und einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld zur Auswahl. 

Für beide Varianten gelten für leibliche sowie Adoptiv-  und Pflegeeltern folgende Voraussetzungen:

  • Bezug von österreichischer Familienbeihilfe für das Kind. Achtung: Bei getrennt lebenden Eltern (Hauptwohnsitzmeldung!) muss der antragstellende Elternteil die Familienbeihilfe beziehen und somit die Obsorge für das Kind haben 
  • gemeinsamer Haushalt von Bezieher/in und Kind und identische Hauptwohnsitzmeldung
  • Bezieher/in und Kind haben den Lebensmittelpunkt in Österreich
  • zusätzlich bei Bezug von einkommensabhängigem Kinderbetreuungsgeld: Ausübung einer kranken- und pensionsversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit in den letzten 6 Monaten vor Geburt des Kindes
  • Nachweis der vorgeschriebenen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen


Die Wahl der Variante  ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und bindet auch den zweiten  Elternteil. Das heißt, Eltern müssen sich gemeinsam für eine der beiden entscheiden. Darüber hinaus kann bei beiden Varianten der Anspruch auf einen Partnerschaftsbonus erworben werden. Für erwerbstätige Väter steht in der Zeit unmittelbar nach der Geburt des Kindes ein Familienzeitbonus zur Verfügung.

Variante einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld:
Die einkommensabhängige Variante kann für die Dauer von 365 Tagen ab Geburt des Kindes bezogen werden, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld bezieht. Nehmen beide Elternteile die Leistung in Anspruch, verlängert sie sich um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil tatsächlich bezogen hat, max. jedoch bis zu 426 Tage ab Geburt des Kindes. Jeder Bezugsblock hat zumindest 61 Tage zu betragen.  Ein gleichzeitiger Bezug beider Elternteile ist im Zuge des erstmaligen Wechsels für höchstens 31 Tage möglich.
Die Höhe beträgt 80 % des Wochengeldanspruches/der Letztbezüge, max. jedoch  66,00 Euro pro Tag.   

Variante Kinderbetreuungsgeldkonto:
Die Bezugshöhe beträgt 14,53 Euro bis 33,88 Euro täglich.
Die Mindestbezugsdauer beträgt 61 Tage. Ein Elternteil kann das KBG zwischen 365 und  851 Tage ab der Geburt  beziehen, beide Elternteile zusammen können es zwischen 456 und  1.063 Tage in Anspruch nehmen. Von der jeweiligen Gesamtanspruchsdauer pro Kind sind 20 Prozent dem zweiten Elternteil unübertragbar vorbehalten (in der kürzesten „Variante“ sind das 91 Tage).
Die Anspruchsdauer kann einmal pro Kind geändert werden. Diese Änderung muss 91 Tage vor Ablauf der ursprünglich gewählten Bezugsdauer erfolgen.

Für Berechnungen steht der Kinderbetreuungsgeld-Online-Rechner auf  www.bmfj.gv.at  zur Verfügung.