fcg - wiener lehrerInnen

Starker Beruf. Starke Vertretung.

Eintägige Schulveranstaltungen

(Quellen: § 13 SchUG und Schulveranstaltungsverodnung)

Schulunterrichtsgesetz
Aufgabe einer Schulveranstaltung ist die Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes durch unmittelbaren und anschaulichen Kontakt zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben, durch die Förderung der musischen Anlagen der SchülerInnen und durch die körperliche Ertüchtigung.
In Klassen, in denen körper- oder sinnesbehinderte SchülerInnen bzw. SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit SchülerInnen ohne sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet werden, sind Schulveranstaltungen so zu planen, dass SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in größtmöglichem Ausmaß teilnehmen können.
Die SchülerInnen sind zur Teilnahme an Schulveranstaltungen ohne Rücksicht darauf verpflichtet, ob die Veranstaltung innerhalb oder außerhalb der Schulliegenschaften stattfindet, sofern nicht die Vorschriften über das Fernbleiben von der Schule (§ 45 SchUG) anzuwenden sind oder die Schulleitung nach Anhörung der Klassenkonferenz eine Schülerin / einen Schüler von der Teilnahme an der Schulveranstaltung ausgeschlossen hat.
Ein Ausschluss darf nur dann erfolgen, wenn auf Grund des bisherigen Verhaltens der Schülerin / des Schülers eine Gefährdung der Sicherheit der Schülerin / des Schülers oder anderer Personen mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.
SchülerInnen, die an einer Schulveranstaltung nicht teilnehmen, sind von der Schulleitung nach Möglichkeit einer anderen Klasse zu einem ersatzweisen Schulbesuch zuzuweisen. 

Schulveranstaltungsverordnung
Schulveranstaltungen sind schulautonom vorzubereiten und durchzuführen. Als Schulveranstaltungen kommen insbesondere in Betracht:
1. Lehrausgänge,
2. Exkursionen,
3. Wandertage oder Sporttage
Bei der Planung von Schulveranstaltungen ist auf die Zielsetzungen, auf die Sicherheit und die körperliche Leistungsfähigkeit der SchülerInnen sowie auf die Zahl der für die Durchführung der Schulveranstaltungen zur Verfügung stehenden LehrerInnen und sonstigen Begleitpersonen sowie auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der SchülerInnen (Unterhaltspflichtigen) Bedacht zu nehmen.
Schulveranstaltungen dürfen nicht durchgeführt werden, wenn
sie nicht der Ergänzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes dienen,
sie die Erfüllung des Lehrplanes beeinträchtigen,
für die an der Veranstaltung nicht teilnehmenden SchülerInnen kein Unterricht angeboten werden kann,
die durch die Veranstaltung erwachsenden Kosten nicht dem Grundsatz der Sparsamkeit und Angemessenheit entsprechen,
der ordnungsgemäße Ablauf der Veranstaltung nicht gegeben erscheint, insbesondere bei Gefährdung der körperlichen Sicherheit oder der Sittlichkeit der SchülerInnen, oder eine ausreichende finanzielle Bedeckung nicht gegeben ist.
Die Schulleitung hat eine/n fachlich geeigneten Lehrerin / Lehrer der betreffenden Schule mit der Leitung der Schulveranstaltung zu beauftragen. Der Leiterin / Dem Leiter einer Schulveranstaltung obliegen insbesondere die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Veranstaltung, ihre Koordination im Rahmen der Schule und die Kontakte mit außerschulischen Stellen.
Die Schulleitung hat weiters neben der Leiterin / dem Leiter der Veranstaltung in Absprache mit diesem anstaltseigene geeignete LehrerInnen oder andere geeignete Personen als Begleitpersonen in folgender Anzahl festzulegen:

  • bei Schulveranstaltungen in der Dauer von bis zu einem Tag bis zur 4. Schulstufe eine Begleitperson bei mehr als 15 teilnehmenden Schülern, ab der 5. Schulstufe
  • mit überwiegend leibeserziehlichen Inhalten je eine Begleitperson ab 12 bis 16 teilnehmenden SchülerInnen und für je weitere 12 bis 16 teilnehmende SchülerInnen,
  • mit überwiegend projektbezogenen Inhalten je eine Begleitperson ab 17 bis 22 teilnehmenden SchülerInnen und für je weitere 17 bis 22 teilnehmende SchülerInnen und
  • mit überwiegend sprachlichen Schwerpunkten je eine Begleitperson ab 23 bis 27 teilnehmenden SchülerInnen und für je weitere 23 bis 27 teilnehmende SchülerInnen.

Bei Veranstaltungen bis zu einem Tag kann die Schulleitung abweichende Festlegungen treffen.
Die Festlegung der Zahl der Begleitpersonen hat vorwiegend im Hinblick auf die Gewährleistung der Sicherheit der SchülerInnen sowie auf den pädagogischen Ertrag der Veranstaltung zu erfolgen, wobei auf

  • die Schulstufe und die Schulart,
  • die Zusammensetzung der Klasse (zB Integrationsklasse) und die Reife der SchülerInnen sowie
  • die Art und den Inhalt der Veranstaltung

Bedacht zu nehmen ist. Weiters sind die Grundsätze der Sparsamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmäßigkeit zu beachten. Die Leistung Erster Hilfe muss gewährleistet sein.
Kostenbeiträge dürfen nur für Fahrt (einschließlich Aufstiegshilfen), Verpflegung, Eintritte, Kurse, Vorträge, Arbeitsmaterialien, die leihweise Überlassung von Gegenständen, Kosten im Zusammenhang mit der Erkrankung einer Schülerin / eines Schülers sowie für Versicherungen eingehoben werden.
Die durch eine Schulveranstaltung den Erziehungsberechtigten voraussichtlich erwachsenden Kosten sind diesen unter Bedachtnahme auf gewährte oder mögliche Unterstützungsbeiträge rechtzeitig bekanntzugeben. 
Veranstaltungen bis zu einem Tag dauern jeweils entweder bis zu fünf Stunden oder höchstens einen Tag. Sie dürfen höchstens in folgendem Ausmaß durchgeführt werden:

Schulstufe

1.und 2. Schulstufe

3.und 4. Schulstufe 

5.bis 8. Schulstufe

9. Schulstufe 

bis zu 5 Stunden

in den unter Bedachtnahme auf Anforderungen des Lehrplanes erforderlichen Ausmaß 

Je Schulstufe 13 Lehrausgänge 

Je Schulstufe 9 Lehrausgänge 

10 Lehrausgänge 

mehr als 5 Stunden


Je Schulstufe 1 Wandertage, Exkursionen, Sporttage

Je Schulstufe 2 Wandertage, Exkursionen, Sporttage

Je Schulstufe 4 Wandertage, Exkursionen, Sporttage