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08.04.2018

Meinung des Vorsitzenden Thomas Krebs: LehrerInnenmangel! - Und was macht Wien?

Schon im Jahr 2008 machte die Gewerkschaft unter dem damaligen Vorsitzenden Walter Riegler darauf aufmerksam, dass ein LehrerInnenmangel drohe. Die damalige Bildungsministerin, Dr. Claudia Schmid und ihre Nachfolgerinnen reagierten auf die berechtigte Warnung mit Ignoranz.
Der seit Jahren ansteigende LehrerInnenmangel in unserem Wiener Pflichtschulbereich nimmt massiv zu.
Von den in den letzten drei Unterrichtsjahren angestellten KollegInnen hat bereits jede(r) Sechste Wien wieder verlassen.
Etwa ein Viertel der in Wien unterrichtenden PflichtschullehrerInnen hat den Wohnsitz nicht Wien. Ein weiterer nicht unerheblicher Anteil kommt aus entfernteren Bundesländern und schließt die Rückkehr in das Heimat-Bundesland nicht aus. Dazu kommt noch, dass in den nächsten Jahren tausende KollegInnen den wohlverdienten Ruhestand antreten werden. Gleichzeitig werden in den nächsten beiden Jahren auf Grund der neuen Ausbildung kaum Studierende von den Hochschulen abgehen.
Um diesem drohenden massiven LehrerInnenmangel entgegen zu wirken, fordern wir die Wiener Landesregierung auf, ähnlich wie es das Land Vorarlberg bereits praktiziert, Anreize für die Unterrichtsarbeit im Wiener Pflichtschulbereich zu schaffen. Denn während Vorarlberg etwas für seine LehrerInnen unternimmt, glänzt die Wiener Landesregierung durch Untätigkeit.
Wir fordern, dass KollegInnen, die von außerhalb kommen, bei der Wohnungssuche in Wien geholfen wird und dass sie einen Mietzuschuss sowie einen Fahrtkostenzuschuss in den Heimatort bekommen. Um die Attraktivität weiter zu steigern, sollte sich das Land Wien weitere Maßnahmen überlegen, wie z.B. die Gewährung eines unverzinslichen Bezugsvorschusses, Vergünstigungen beim Parken, die BVA als Sozialversicherung für VertragslehrerInnen, so wie es für VertragslehrerInnen anderer Bundesländer längst üblich ist. Um gute Arbeitsbedingungen an den Standorten zu gewähren, ist es weiters notwendig, die Klassenschülerhöchstzahl von 25 unter Berücksichtigung der sonderpädagogischen Bedürfnisse zu sichern.
Die Zeit drängt! Diese Forderungen müssen möglichst bald umgesetzt werden.
Wien muss dringend handeln, denn immer mehr KollegInnen überlegen sich, das Bundesland zu wechseln oder einen anderen Berufsweg einzuschlagen!



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