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25.03.2018

Orf.at: "Gewaltbereite Schüler sollten gesondert unterrichtet werden" meint Thomas Krebs

Lehrer haben an Schulen mit immer mehr gewaltbereiten Schülern zu kämpfen. Der Stadtschulrat lädt deswegen Lehrer-, Schüler- und Elternvertretern sowie Sozialarbeiter und Polizei zu einem runden Tisch.

Bei den Personalvertretern melden sich immer mehr Lehrer, die mit gewaltbereiten Schülern zu kämpfen haben. „Es ist an der Tagesordnung, ordinärst beschimpft zu werden, als Lehrerin oder Lehrer einfach respektlos behandelt zu werden“, schilderte etwa Christian Klar, Direktor in der Deublergasse, im „Wien heute“-Interview.
Gewerkschaft fordert Sonderschulen
Ein runder Tisch im Stadtschulrat soll nun alle Verantwortlichen zusammenbringen, um Maßnahmen zu erarbeiten. Für die Lehrer wird außerdem Informationsmaterial zusammengefasst, sagt Stadtschulratpräsident Heinrich Himmer (SPÖ): „Viele wissen auch selbst nicht, wie weit darf ich überhaupt gehen. Darf ich bestimmte Dinge überhaupt sanktionieren. Da werden wir noch einmal sagen, was darf man schon.“ Außerdem appeliert Himmer an die betroffenen Lehrer, sich bei Problemen auch an den Stadtschulrat zu wenden.

Personalvertretern reicht das nicht: Gewaltbereite Schüler sollten gesondert unterrichtet werden, meint Thomas Krebs von der ÖVP-Gewerkschaft Fraktion christlicher Gewerkschafter (FCG), der Vorsitzende des Zentralauschusses Wien: „Wir brauchen dringend für Schüler, die aggressiv werden - egal, wo sie herkommen - die richtige Betreuung. Es gibt Einrichtungen von Schulen für sozial und emotional benachteiligte Kinder.“ Er kritisiert, dass man diese teilweise schließen wollte: „Die müssen sogar verstärkt werden.“
Stadt: Sonderschulen lösen Problem nicht
Von eigenen Betreuungseinrichtungen für gewaltbereite Schüler hält der Stadtschulratspräsident wenig: „Ich glaube, es ist uns allen bewusst, wenn Gewalt an der Schule besteht, wenn jemand Gewalt ausübt, wird man es nicht lösen, wenn man ihn in eine andere Schulform setzt. Dann wird er dort Gewalt ausüben.“ Was es braucht, seien hingegen Experten, Sozialarbeiter und Schulpsychologen, so Himmer.

Problematisch sei aber, dass vom Bund gerade das Geld für diese Maßnahmen gekürzt wurde, meint man im Stadtschulrat. Der ÖVP-nahe Personalvertreter sieht deswegen jedoch die Stadt in der Pflicht: „Ich glaube, den Kolleginnen und Kollegen ist das komplett egal, woher das finanziert wird. Das Spiel zwischen Bund und Land ist uns im Unterricht komplett egal, wir brauchen das Personal.“ Zudem soll an den Schulen verpflichtend das Fach „Gewaltprävention“ eingeführt werden - so wie die Verkehrserziehung - für ein sicheres Miteinander.



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