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23.04.2018

Meinung des ZA-Vorsitzenden Thomas Krebs: Chaos bei Kontingentvergabe

Ein unbeschreibliches Chaos entstand bei der Erstellung des Stellenplanes für das kommende Schuljahr 2018/19 und der davon abhängigen Vergabe der LehrerInnen-Ressourcen an die Standorte. Die durch das Bildungsreformgesetz vorgegebene Berechnung der Ressourcen durch eine SchülerInnen-Kopf-Zahl sollte eigentlich zu einer transparenteren und nachvollziehbaren Verteilung des LehrerInnen-Einsatzes an den Standorten führen. Versprochen wurde Ende März von der Dienstbehörde, dass 95% aller Ressourcen (Stunden) zur vorläufigen Planung an die Standorte ausgegeben werden. Jedoch wurden jetzt im April weniger als 80% ausgegeben. Damit könnte fast kein Standort die personellen Grundbedürfnisse des Unterrichts erfüllen. Viele KollegInnen müssten ihre Schulen verlassen und könnten in Wien nicht mehr angestellt werden.
Anstatt beruhigend zu wirken, haben manche Personen der Schulaufsicht die Situation in Leitersitzungen zur politischen Agitation genutzt. Damit haben sie, statt die Probleme aufzuarbeiten und sachlich darzustellen, das Chaos weiter verschärft und die Verunsicherung unter der Kollegenschaft weiter angeheizt.
Das konnten wir als StandesvertreterInnen der fcg wiener lehrerInnen nicht akzeptieren, deshalb habe ich als Vorsitzender der wienweiten Personalvertretung (Zentralausschuss) die Bildungsdirektion (= ehemaliger Stadtschulrat) aufgefordert, diese chaotische Vorgehensweise zu beenden und für eine Planungssicherheit für das nächste Schuljahr zu sorgen. Es ist einfach unverantwortlich, in Zeiten des auf uns zukommenden massiven LehrerInnenmangels, hunderte, vor allem junge KollegInnen derart zu verunsichern.
Die Behörde hat mit einem Schreiben der zuständigen Abteilungsleiter an alle Schulen insofern reagiert, als dass auf der Basis der unvollständigen Ressourcenzuweisung keine Planung vorzunehmen ist.
Die Annahme, dass LehrerInnen an einzelnen Standorten nicht gebraucht werden, ist also absolut nicht angebracht. Man muss vielmehr davon ausgehen, dass die Wiener Pflichtschule einem akuten LehrerInnenmangel ausgesetzt ist und jede KollegIn dringend gebraucht wird! Als Ihre Personalvertretung der fcg wiener lehrerInnen werden wir uns weiterhin für Sie und Ihren Standort einsetzen, damit Sie mit einer sicheren Planung als LehrerInnen in Wien ins kommende Schuljahr gehen können.



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